Was Schimmelsporen im Körper auslösen können

Schimmel in Wohnräumen wird häufig als reines Ärgernis wahrgenommen, das die Wand verunziert. Aus gesundheitlicher Sicht ist er jedoch mehr als das. Schimmelpilze geben ständig winzige Sporen und Stoffwechselprodukte an die Raumluft ab, die wir mit jedem Atemzug aufnehmen. Bei den meisten gesunden Erwachsenen bleibt das lange folgenlos, doch die Belastung ist nicht bei jedem Menschen gleich zu bewerten und nicht in jeder Wohnung gleich hoch.

Wichtig ist dabei ein sachlicher Blick ohne Panik. Ein kleiner Fleck bedeutet nicht sofort eine akute Gefahr für Leib und Leben. Gleichzeitig sollte man einen Befall auch nicht verharmlosen, denn dauerhaft eingeatmete Sporen können die Atemwege reizen und bestehende Beschwerden verstärken. Wer die Zusammenhänge kennt, kann ruhig und richtig reagieren, statt entweder in Sorge zu verfallen oder das Problem einfach zu ignorieren.

Welche Beschwerden Schimmel auslösen kann

Die gesundheitlichen Folgen von Schimmel reichen von leichten Reizungen bis zu deutlicheren Reaktionen des Immunsystems. Häufig berichten Betroffene über Symptome, die sie zunächst gar nicht mit der Wohnung in Verbindung bringen. Typisch ist, dass sich die Beschwerden in den belasteten Räumen verstärken und an anderen Orten nachlassen. Wer etwa im Urlaub beschwerdefrei ist und zu Hause wieder hustet, sollte hellhörig werden.

Zu den möglichen Reaktionen gehören mehrere Beschwerdebilder, deren Ausprägung stark von der Person und der Dauer der Belastung abhängt. Die folgende Übersicht nennt die Beschwerden, die in Zusammenhang mit Schimmel am häufigsten auftreten.

  • Gereizte Augen, laufende oder verstopfte Nase und häufiges Niesen
  • Reizhusten, Kratzen im Hals und eine erhöhte Anfälligkeit für Atemwegsinfekte
  • Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit und allgemeine Müdigkeit
  • Allergische Reaktionen bis hin zu asthmatischen Beschwerden bei empfindlichen Menschen

Diese Symptome sind nicht spezifisch, das heißt, sie können auch ganz andere Ursachen haben. Häufen sie sich jedoch in bestimmten Räumen und bessern sich außerhalb der Wohnung, ist ein sichtbarer oder verborgener Schimmelbefall eine ernst zu nehmende Erklärung, der man nachgehen sollte.

Wer besonders geschützt werden sollte

Nicht alle Menschen reagieren gleich empfindlich auf Schimmel. Bestimmte Gruppen tragen ein höheres Risiko und sollten deshalb einem Befall besonders wenig ausgesetzt sein. Dazu zählen Säuglinge und kleine Kinder, ältere Menschen sowie Personen mit einem geschwächten Immunsystem, etwa nach einer schweren Erkrankung oder während einer entsprechenden Behandlung. Bei ihnen kann der Körper die Belastung schlechter abfangen.

Ebenso empfindlich reagieren Menschen mit bestehenden Atemwegserkrankungen wie Asthma oder einer chronischen Bronchitis sowie Allergikerinnen und Allergiker. Für sie kann bereits eine vergleichsweise geringe Sporenbelastung spürbare Beschwerden auslösen. Leben solche Personen im Haushalt, sollte ein Befall zügig und gründlich beseitigt werden, statt abzuwarten und zu beobachten. Vorsicht ist hier keine Übertreibung, sondern schlicht vernünftig.

Besonders empfindlich reagieren Menschen mit geschwächtem Immunsystem, kleine Kinder sowie Personen mit Asthma oder einer bestehenden Allergie. Für sie kann dauerhaft eingeatmeter Schimmel deutlich stärkere Beschwerden auslösen als für gesunde Erwachsene. Umso wichtiger ist es, einen Befall nicht auf die leichte Schulter zu nehmen, sondern frühzeitig zu handeln und die Ursache abzustellen. Wer bei anhaltenden Reizungen der Atemwege oder wiederkehrenden Infekten keine andere Erklärung findet, sollte auch verdeckten Schimmel in Betracht ziehen und die Wohnung fachkundig prüfen lassen.

Schimmelentfernung durch NOTO

Diese Warnzeichen gehören ernst genommen

Es gibt klare Anzeichen dafür, dass ein Befall die Schwelle zum reinen Schönheitsfehler überschritten hat. Wächst die befallene Fläche über etwa einen halben Quadratmeter hinaus, riecht ein Raum dauerhaft muffig oder taucht Schimmel immer wieder an derselben Stelle auf, ist das ein deutliches Signal. Auch verdeckter Befall hinter Möbeln, unter Bodenbelägen oder in Zwischendecken ist mit bloßem Auge kaum zu überblicken und häufig größer, als die sichtbare Stelle vermuten lässt.

In solchen Fällen ist von einer Behandlung in Eigenregie abzuraten. Beim unsachgemäßen Entfernen werden große Mengen Sporen aufgewirbelt, die sich über die Raumluft verteilen und die Belastung kurzfristig sogar erhöhen. Ohne geeignete Schutzausrüstung, Abschottung des Arbeitsbereichs und fachgerechte Entsorgung wird aus dem Versuch der Selbsthilfe schnell ein größeres Problem, das am Ende mehr Aufwand verursacht als der ursprüngliche Befall.

Was Sie bis zur Sanierung tun können

Auch wenn ein größerer Befall in fachkundige Hände gehört, können Sie die Zeit bis dahin sinnvoll überbrücken. Halten Sie die betroffenen Räume möglichst geschlossen, damit sich Sporen nicht in der ganzen Wohnung verteilen, und lüften Sie diese Räume gezielt nach außen. Empfindliche Personen sollten sich dort so wenig wie möglich aufhalten und vor allem nicht dort schlafen.

Verzichten Sie darauf, an einem großen Befall zu schrubben oder ihn trocken abzubürsten, weil gerade das die Sporen in die Luft bringt. Reduzieren Sie stattdessen die Luftfeuchtigkeit durch regelmäßiges Heizen und Lüften, damit sich der Pilz nicht weiter ausbreitet. Diese Maßnahmen ersetzen keine Sanierung, sie begrenzen aber die Belastung, bis der Fachbetrieb übernimmt.

Wann ein Fachbetrieb übernehmen sollte

Ein Fachbetrieb sollte immer dann ranmüssen, wenn der Befall großflächig ist, die Ursache unklar bleibt oder gesundheitlich empfindliche Personen im Haushalt leben. Auch nach einem Wasserschaden, bei Befall an schwer zugänglichen Stellen und bei wiederkehrendem Schimmel ist fachliche Hilfe die sichere Wahl. Der Profi arbeitet mit Unterdruckgeräten, Schutzkleidung und Messtechnik, sodass die Sporen nicht in die übrige Wohnung gelangen.

So wird der Befall nicht nur entfernt, sondern die Belastung während der Arbeiten kontrolliert gering gehalten. Wie eine solche fachgerechte Beseitigung im Detail abläuft, lesen Sie auf unserer Seite zur Schimmelentfernung, und wenn Sie unsicher sind, wie stark Ihr Zuhause betroffen ist, melden Sie sich einfach über unser Kontaktformular.

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Häufige Fragen

Ist jeder Schimmel in der Wohnung gesundheitsschädlich

Nicht jeder Fleck stellt sofort eine akute Gefahr dar, doch dauerhaft eingeatmete Sporen können die Atemwege reizen. Deshalb sollte man einen Befall weder dramatisieren noch verharmlosen.

Welche Symptome deuten auf eine Schimmelbelastung hin

Häufig sind es gereizte Augen, eine laufende Nase, Reizhusten, Kopfschmerzen und Müdigkeit. Ein typisches Zeichen ist, dass die Beschwerden in den belasteten Räumen zunehmen.

Für wen ist Schimmel besonders riskant

Besonders empfindlich sind Säuglinge, kleine Kinder, ältere Menschen sowie Personen mit geschwächtem Immunsystem, Asthma, chronischer Bronchitis oder Allergien.

Ab welcher Größe sollte ich einen Fachbetrieb rufen

Als Faustregel gilt eine Fläche von etwa einem halben Quadratmeter. Auch bei unklarer Ursache, wiederkehrendem Befall oder empfindlichen Personen im Haushalt ist fachliche Hilfe ratsam.

Warum ist das eigene Entfernen manchmal riskant

Beim Abkratzen und Bürsten werden viele Sporen aufgewirbelt und verteilen sich in der Raumluft. Ohne Schutzausrüstung und Abschottung kann die Belastung dadurch kurzfristig steigen.